Washington – [–>Erst Sanktionen gegen Russland, jetzt ein Diesel-Deal mit Putin! US-Präsident Donald Trump (80) will Millionen Tonnen Kraftstoff aus Russland beziehen. Damit schlägt Washington einen neuen Kurs im Umgang mit Moskau ein – obwohl Russland seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine fortsetzt. Trump verkündete die Vereinbarung am Freitag nach einem Telefonat mit Kremlchef Wladimir Putin (74).
Eigentlich sollte es bei dem Gespräch um einen mutmaßlichen Pestfall in Russland gehen. Stattdessen gab Trump anschließend auf Social Media umfangreiche Diesellieferungen bekannt. Zunächst soll Russland mehr als 300.000 Tonnen Diesel liefern. Im November sollen weitere 500.000 Tonnen folgen, anschließend eine Million Tonnen. Weitere drei Millionen Tonnen sollen laut Trump „innerhalb kurzer Zeit“ geliefert werden.
Mit dem Deal dürfte Trump auch ein innenpolitisches Ziel verfolgen: Vor den anstehenden Zwischenwahlen stehen die Kraftstoffpreise in den USA unter besonderer Beobachtung. Zusätzliche Lieferungen könnten das Angebot erhöhen und den Preisdruck mindern. Ob die angekündigten Mengen tatsächlich fließen und die Preise sinken, ist bislang offen.
Erst Sanktionen, jetzt russischer Kraftstoff
Der Deal steht im Kontrast zu Trumps bisheriger Sanktionspolitik: Erst im vergangenen Monat unterzeichnete der US-Präsident ein umfassendes Gesetz, das den wirtschaftlichen Druck auf Moskau verschärfen soll. Es richtet sich unter anderem gegen russische Amtsträger, Banken und die sogenannte Schattenflotte aus Tankern, mit der Russland Öl exportiert. Zudem untersagt es neue US-Investitionen in Russland und den Handel mit russischen Staatsschulden.
Das Gesetz sieht außerdem Zölle von bis zu 100 Prozent gegen die fünf größten Importeure russischen Öls oder Erdgases vor. Unter bestimmten Voraussetzungen sind Ausnahmen möglich.
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