Jetzt ist er auf dem Tennis-Thron angekommen! Alexander Zverev (29) wird in den kommenden Wochen erstmals in seiner Karriere die Nummer eins der Welt. Als einzigem Deutschen bei den Männern ist dies bisher Boris Becker (58) gelungen. Das deutsche Tennis-Idol stand 1991 zweimal an der Spitze des Rankings.
Durch die überraschende Niederlage von Carlos Alcaraz beim ATP-Turnier in Shanghai gegen Außenseiter Zizou Bergs aus Belgien (5:7, 6:7/4:7) übernimmt er spätestens zum Saisonende die Spitze der Weltrangliste.
Zverev schreibt deutsche Tennis-Geschichte
Weil Jannik Sinner (25/seit April an der Spitze) wegen seiner Knieverletzung erst 2027 auf die Tour zurückkehrt, ist klar, dass Zverev den Italiener an der Spitze ablösen wird.
Zverev hatte in diesem Jahr seine ersten Siege bei Grand-Slam-Turnieren gefeiert, triumphierte bei den French Open und bei den US Open.
Boris Becker hatte Zverev bereits vor einigen Tagen, als es noch keine rechnerische Gewissheit gab, gratuliert. „Herzlichen Glückwunsch, Sascha!!!“, schrieb der dreimalige Wimbledonsieger, nachdem Sinner sein Tennisjahr beendet hatte.
Becker hatte zu seiner aktiven Zeit insgesamt zwölf Wochen an der Spitze gestanden. Diese Marke könnte Zverev schon Anfang 2027 übertreffen. Die einzig offene Frage ist nun, wann der 29 Jahre alte Hamburger Platz eins von Sinner übernimmt. Frühestens ist dies mit dem Ranking vom 2. November möglich. Dafür müsste Zverev das aktuell laufende Masters-Turnier in Shanghai gewinnen und in Wien Ende Oktober bis ins Halbfinale kommen. Auch ein Finaleinzug in der chinesischen Metropole und der Titelgewinn in Österreichs Hauptstadt würden genügen.
Danach plant Zverev noch Einsätze beim Masters in Paris sowie bei den ATP Finals der besten acht Spieler des Jahres in Turin. Beim Six Kings Slam in Saudi-Arabien, der nach Shanghai als nächstes Turnier für Zverev folgt, gibt es keine Weltranglistenpunkte.